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Vor dem großem Regen

Verfasst: 26.10.2018, 21:18
von Habicht
Hallo liebe Fories,

trüb & nass wird es werden, morgen in Kärnten. Heute habe ich daher den Wald bevorzugt, einmal die Region über Pörtschach a. W., danach ging es weiter in die Karawanken.
Die Ortschaft über dem Wörthersee heißt St. Bartlmä, lediglich für eine Fund bin ich da hinaufgegangen,

1) Die Sporen von Hydnellum scrobiculatum werde ich sehen, mich irritieren nach wie vor die makroskopischen Merkmale. Mit 'Karl Berger' übersetze ich scrobiculatum mit 'feingrubig, mit Grübchen'. Die wenigen im Internet dazu auffindbaren Aufnahmen sehen anders aus, zB
http://www.mykoweb.cz/houba/hydnellum-scrobiculatum. Für Eure Aufnahmen von diesem Pilz wäre ich sehr dankbar.

Ebendort aufgenommen und stehengelassen habe ich einen Pilz mit gelbem Hut, Arbeitstitel Pluteus leoninus,

2)
Nicht weit davon entfernt wollte ich Lycoperdon echinatum, den Igelstäubling begleiten und dokumentieren,

3) Hat der Schneck aus Bild 3) nicht gewusst,

4)
Da bin ich mir nicht sicher, beim Gelblättriger Hautkopf, Cortinarius croceus und bitte um Eure Meinungen,

5) 6)
Die Ortschaft in den Karawanken ist das Bodental, Climacocystis borealis begleite ich,

7) 8) 9)
10)
Weiterw Fotos kann ich nicht hochladen, da streiken momentan die 'Dateianhänge'. Fortsetzung folgt,

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 26.10.2018, 22:01
von Irmgard
Lieber Peter,
da hast recht gehabt, vor dem Regen in den Wald zu gehen. Hoffentlich regt der morgige Regen wieder das Pilzwachstum an, sodass es nachher viel zu finden gibt. Mit den Stachelingen hat sich Alexander auch mal intensiv beschäftigt, vielleicht rührt er sich. Foto 2 mit Arbeitstitel Pluteus. Bitte lese Dir dazu nochmals den Punkt 4 in Forenregeln und Nettiquette durch. Zu dem Foto kann ich nicht wirklich was sagen (sieht mir eher nach was anderem aus, ev. eine ganz junge Hypholoma capnoides, aber das ist reine Raterei…). Fotos 5 und 6: Vergleiche bitte mal mit Hypholoma dispersum. Da Du ja mikroskopierst, sollte die genaue Bestimmung möglich sein.
Das Forum ist momentan so eingestellt, dass pro Beitrag nur 10 Fotos hochgeladen werden können, damit es nicht durch "lange Würste" unübersichtlich wird. Bitte wenn möglich, auch die Fundortkoordinaten oder die google maps karte dazu hochladen, siehe unten den button googlemaps.

Danke für deine laufende Aktualisierung der Artenliste!!
LG
Irmgard

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 26.10.2018, 22:06
von Habicht
Fortsetzung ...

11) 12) 13) 14) 15)
Zu diesen, in einem Hexenring fruktizierenden, Pilzen habe ich keinen Arbeitstitel, Geruch leicht fruchtig, frisch,

16) 17)

Inocybe (?) ,der Geruch nach Ammoniak ist extrem,

18) 19) Der Stiel rötet im Querschnitt,

20)
Danke für's mitgehen, freue mich auf eure Meinungen,

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 26.10.2018, 22:25
von Irmgard
Lieber Peter,
11-15: Trametopsis cervina
16-17: das ist ein Cuphophyllus, eventuell c. pratensis, ich kann aber nicht genau beurteilen, ob die Farbe noch original oder schon durchs Wetter verändert ist.
18-20: Inocybe bongardii

LG
Irmgard

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 27.10.2018, 06:42
von Gernot
Servus, Peter,

noch ein paar ergänzende Vorschläge zu Irmgards Anmerkungen:

2) Evtl. Hygrophorus lucorum.

3, 4) Lycoperdon echinatum ist das m. E. nicht, dafür sind die Stacheln zu fein und zu kurz.

5, 6) Vielleicht Gymnopilus penetrans.

Bei zukünftigen Bestimmungsfragen würde ich dich ebenfalls bitten, die Pilze immer von oben und von unten zu fotografieren und sie, wenn möglich, nicht aus ganz so großer Entfernung wie bei 5) und 6) aufzunehmen.

Schöne Grüße
Gernot

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 27.10.2018, 10:38
von 1605Innviertel
Guten Morgen (oder bin ich zu spät aus den Federn gekrochen?)!
Auf Bild 1) fehlt nur noch das Mikroskop! :D
Bei Bestimmungsfragen zu Holzbewohnern sollte immer das Substrat, wenigstens ob Laub- oder Nadelholz, angegeben sein.
Beste Grüße, Heinz

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 27.10.2018, 13:56
von Th_Salzburg
Bild 2 würde ich auch als Hygrohporus lucorum ansprechen - Larix Nadeln sind zu sehen.
Bild 3/4 L. cf. foetidum

Thomas

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 27.10.2018, 19:46
von Habicht
'n Abend,

bei beiden Standorten handelt es sich um Nadelholzgebiete, Laubgehölz kann ich verneinen.

2) habe ich nicht angerührt, der kleine gelbe Pilz ist erst im Kommen. Nächste Woche werde ich ihm einen Besuch abstatten.

3 - 4) also nicht L. echinatum, die Schnecke hat ganze Arbeit geleistet, vom Pilz steht nur noch die Hülle. Den streiche ich von der Liste ...

5-6) Hypholoma cf. dispersum, davon habe ich zwei Exsikkate angefertigt, eines vom 21., das andere vom 26. Oktober. Näher ran ist gewünscht,

7 - 15) Trametopsis cervina, an der Bestimmung zweifle ich nicht. Die Aufnahmen erfolgten in einem größerem Abstand, dreimal war ich bei diesem Baumstumpf. Den größten FK habe ich eingesackt, einen kleineren durchgeschnitten,
Auf Climacocystis borealis wurde ich über den FK --->7) aufmerksam gemacht, das war wohl nix ;.)

16 - 17) Cuphophyllus hat Sporen geliefert und ist getrocknet. Einen Ellering habe ich auf der Wiese in Erwägung gezogen, dafür waren mit die FK aber zu groß. Eine Aufnahme dazu habe ich noch,

18 - 20) Inocybe bongardii, davon habe ich einen Sporenabwurf. Der war schon mehr drüber als hier, der riecht extrem nach Kampfersalbe/ -Amoniak. Zwei kleine Stückchen davon habe ich unter Glas auf einen Objektträger gelegt, in der Früh war ausgiebiges Durchlüften angesagt. Noch liegt er am Balkon, den muss ich in einem Plastiksackerl entsorgen.

Liebe Irmgard, das Prozedere einer Anfrage sollte ich eigentlich draufhaben, gestern war ich zu geschlaucht dafür. Sechs Stunden auf Achse, Pilzchen zum Sporenliefern einladen, Aufnahmen auf den LT saugen, Bierchen trinken usw. Diesen Beitrag wollte ich eigentlich 'speichern', dann wären aber die Aufnahmen futsch gewesen, die werden nicht übernommen. Zwei wollen noch in den Beitrag,

Gyromitra infula, Bischofsmütze,
und Cathelasma imperiale, Wurzel-Möhrling, mit dem ein Schimmelpilz abfährt,

Die Koordinaten werde ich noch anfügen, Mikroaufnahmen auch.

Vielen Dank für Eure Meinungen,

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 30.10.2018, 19:59
von Irmgard
Lieber Peter,
fein, dass hier schon viele Vorschläge stehen, und gut, dass du auch die Ökologie noch ergänzt hast. Bei mir war es auch schon ziemlich spät, als ich meinen Kommentar geschrieben habe, und dann fällt einem oft nicht mehr alles ein. Dem Vorschlag Hygrophorus lucorum für Nummer 2 schließe ich mich an, es sind ja auf dem Bild die Lärchennadeln dabei, die hatte ich in der Eile zuerst übersehen. Auch 5-6 könnte durchaus Gymnopilus penetrans sein. Schau mal, ob er im Mikroskop raue Sporen und leicht kopfige Cheilocystiden hat. Inzwischen hast Du mir auch geschrieben, dass du die Porlingsfruchtkörper von jung bis alt auf ein- und demselben Baumstamm beobachtet hast. Damit ist die Sache klar, die Fotos 11-15 sind alte Climacocystis borealis. Trametopsis cervina streichen. Insgesamt eine gute Dokumentation der Entwicklung. Und wieder mal ein Beispiel dafür, dass man bei Pilzen alle Entwicklungsstadien vergleichend beisammen haben sollte. Das Porenbild beider Arten ist recht ähnlich, man kann da schon mal alte, bereits in der Farbe untypische C. borealis mit jungen Trametopsis cervina verwechseln. Das Foto des durchgeschnittenen Fruchtkörpers zeigt auch eindeutig den Nördlichen Schwammporling mit weißlicher Trama. Trametopsis cervina hätte eine zimbräunliche Trama.

LG
Irmgard

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 31.10.2018, 02:08
von Christoph
Lieber Peter,

das Meiste ist ja bereits beantwortet :-).

Zum Risspilz möchte ich noch sagen, dass Röten und Geruch nach Ammoniak auf Inocybe haemacta passen. Der sollte aber auch etwas grün(bläu)lich verfärben - jedenfalls tat er es bei meinen bisherigen Aufsammlungen. Nur am Foto und ohne Beschreibung deinerseits fällt es schwer, etwas genaueres zu sagen. Inocybe haemacta ist aber der einzige Risspilz, den ich kenne, der nach Ammoniak riecht ("Pferdestallgeruch").

Die Hypholoma cf. dispersum (kannte ich noch als H. marginatum) gefällt mir auch nicht so wirklich als Bestimmung - die kenne ich nur mit grauen Lamellen, nicht so gelblich. Ist das vielleicht doch auch ein Flämmling - wie Irmgard auch schon vermutet?!

Bischofsmützen gibt es zweierlei:
Gyromitra infula unbd Gyromitra ambigua - letztere bekommt gerne einen dunkel-grauviolettlichen Stiel, aber man sollte m.E. immer die Sporen ansehen. Bei G. infula 19-24 µm lang (und mit ebgerundeten Enden), bei Gyromitra ambigua deutlich größer, 22-33 µm lang und Enden leicht eckig, nicht so abgerundet (die Ecken selbst sind schon abgerundet, aber der Umriss insgesamt ist etwas kastenförmiger - also ein Kasten mit abgeschliffen-runden "Ecken").

Siehe auch hier: https://forum.pilze-bayern.de/index.php ... 502.0.html

Liebe Grüße,
Christoph

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 31.10.2018, 20:09
von Habicht
Servas Christoph,

zum Risspilz passt der stechende Geruch nach Kampfer besser als Ammoniak in einem Pferdestall. Aber das ist nur die Wiedergabe einer Geruchserinnerung aus Kindertagen. Grün/-bläuliche Farbtöne waren nicht vorhanden. Die Exemplare musste ich entsorgen, auf den Objektträgern mit dem Sporenabwurf darauf ist der 'Duft' abgeschwächt noch wahrnehmbar.
Notiert habe dazu
Hut: 4-7 cm, braunfaserig
Stiel: 6 x 1,5 cm, braunfaserig wie Hut, bei Querschnitt rot verfärbend
Lamellen: frei, sehr breit, bauchig, Schneiden glatt
Geruch: stark, ~ Ammoniak
Nach Ditte Bandini wächst I. haemacata meist bei Corylus, die gibt es da oben nicht. Wenn eine Bestimmung mit meinen Aufnahmen und den noch zu vermessenden Sporen möglich ist, gut. Wenn nicht, dann halt nächstes Jahr, ich weiß wo die wohnen.

Vom 'Flämmling' habe ich Exsikkate und einen Abwurf, werde ich mir am WE ansehen.

Vielen Dank für deinen Schlüssel, in den PdS ist G. ambigua nicht angeführt. Eigentlich ein Fund für den Mistkübel, einen Teil des Hutes habe ich trotzdem getrocknet. Weil's schön zu betrachten sind, die Ascos und mir über die kältere Jahreszeit sonst fad werden könnte. Auch wenn nicht die Vielgestaltige Lorchel dabei herauskommen wird, ;.)

@Liebe Irmgard,
thx dass du dir die nachgereichten Aufnahmen angesehen und so auf C. borealis bestimmen konntest,

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 31.10.2018, 22:08
von Helmut
Servus Peter,

zu dem Risspilz: Die Mikroskopie könnte hier Klarheit bringen. Aus der Erfahrung heraus würde ich mich Irmgard anschließen und einen Vertreter der Cervicolores vermuten - in der engeren Wahl I. cervicolor. Dazu passt aber die Bezeichnung des Geruchs nach Ammoniak nicht, da wäre Christophs Einschätzung naheliegend. Die Interpretation von Gerüchen unterliegt jedoch meist subjektiver Einschätzung. Es ist immer wieder interssant, wie der Geruch ein und desselben Pilzes von verschiedenen Menschen unterschiedlich interpretiert wird.

GRuß Helmut

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 03.11.2018, 21:58
von Habicht
Servus Helmut,

bei feinen Geruchsnuancen liege ich manchmal arg daneben, ab Gurke, Mehl usw. geht es einigermaßen.

'n Abend Alle,

nur über den Geruch bestimmbar wäre gem. PdS der angefragte Risspilz. Inocybe bongardii wird ein fruchtig-süsslicher Geruch zugeschrieben. Modrig und erdartig kennzeichnet I. bongardii var. cervicolor. Entsorgt habe ich den Hut für den Sporenabwurf, der Großteil des Pilzes ist am Balkon liegen geblieben. Eingetrocknet riecht er noch immer extrem, jetzt mit sehr stark erdig vergleichbar.

Aufnahmen 18 -20,
Inocybe cervicolor (mycobank), den Sporenabwurf habe ich trotzdem mikroskopiert,

Aufnahme 1,
für Hydnellum scrobiculatum war die Entnahme lediglich einiger Stacheln die gute Entscheidung, der lässt sich alle Zeit der Welt,

Aufnahme 2,
Hygrocybe lurcorum. Viel vom gezeigtem Exemplar war nicht mehr da, mit einem jungen dazugelegt geht die Bestimmung auch makroskopisch,

Aufnahmen 5 - 6,
Hypholoma dispersum. Die Sporen haben kein Ornament,

Aufnahmen 16 - 17,
Cuphophyllus pratensis, der hatte keinen ernsthaften Gegenspieler,

Vielen Dank für's mitgehen, mitlesen und eure Meinungen. Sollte etwas nicht stimmig sein, lei schreiben,

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 10:26
von 1605Innviertel
Servus an die Runde!
Zur vagen Vermutung durch Irmgard, bezüchlich T. cervina: Es ist halt schwierig, auf Grund eines Fotos, (da kann man eben nicht fühlen, riechen, schmecken ...) eine Art sicher anzusprechen!
Daher zeige ich hier die T. cervina (die Farbe kann schon an den Hirsch erinnern), wie sie wirklich ist.
Gruß, Heinz

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 10:29
von 1605Innviertel
Foto wollte nicht mit!

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 11:38
von Ditte
Hallo alle, also zu dem Problem bongardii versus haemacta: Ich schicke euch hier mal die "Unterseite" mit Stielansatz zwei haemactas und einer geprüften bongardii. Man sieht auf einen Blick, dass die Cervicolores eine ganz andere "Unterseite" haben - rauher, wie gröber geschnitzt, nicht glatt gehobelt. Hinzu kommen - das wird bei der Bestimmung von Inocyben oft vernachlässigt - die dicklichen Lamellen.
Also klares Votum meinerseits - vorausgesetzt, die Inocyben sind nicht durch Regen oder so total lädiert gewesen: die obrige Inocybe ist nicht haemacta, vermutlich bongardii - auszuschließen wäre nur eine aufgrund von schlechten Witterungsverhältnissen beeinträchtigte, daher struppige pisciodora.
Haemacta wächst übrigens zwar allermeistens bei Corylus, aber auch bei Carpinus.
Sonntägliche herzliche Grüße in die Runde, Ditte

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 11:41
von Ditte
Nachtrag: sorry, ja eine lädierte cervicolor käme auch in Frage! Wollte ich noch sagen, habe ich dann vergessen.
D.

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 14:29
von Habicht
1605Innviertel hat geschrieben: 04.11.2018, 10:29 Foto wollte nicht mit!Trametes cervina,US.jpg

Servus Heinz,

danke für deine Aufnahmen. Unterlegt mit einer Beschreibung wäre es von Anfang ein Leichtes gewesen, auf Climacocytys borealis zu kommen. Nur, den habe ich gar nicht nachgefragt. Christoph hat den anhand der Aufnahme 7) zuvor bereits im pilzforum.eu angenagelt. War auch keine Anfrage von mir, ich habe die 7) als Vergleich in einen Beitrag eingestellt. Ein Mitglied unseres Vereins hat den am Fundort auf Tyromyces kmetii bestimmt, und ich hab's geglaubt. So kam die Korrektur zustande.

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 15:45
von Habicht
Ditte hat geschrieben: 04.11.2018, 11:41 Nachtrag: sorry, ja eine lädierte cervicolor käme auch in Frage! Wollte ich noch sagen, habe ich dann vergessen.
D.

Servus Ditte,

freut mich, dass Du dir Zeit für diesen Fund nimmst. Haemacta hat von Dir bereits den Laufpass bekommen, auf Deiner HP beschreibst Du den Geruch von bongardii und bongardii var. cervicolor mit obstig duftend. Nach Erde, modrig riecht mein Fund, dass einem die Luft weg bleibt. Auch getrocknet, in den Pds wird der Geruch als einziges Unterscheidungsmerkmal angeführt. Eine Lamellenprobe habe ich mir trotzdem angesehen,


Pfuuh, da wirst fast benommen, so stark ist der Geruch. Basidien & anderen Details nachspüren werde ich nicht, ein Päckchen zur Post tragen könnte ich schon ...

LG
Peter

Re: Vor dem großem Regen

Verfasst: 04.11.2018, 16:41
von Ditte
Ich muss lächeln, lieber Peter, ja dann trags zur Post! Ich schau's mir dann an. An dem Geruch darf man sich nicht so festklammern, denn der ist ebenso variabel wie das Aussehen. Ich hatte schon pisciodoras (durch DNA anschließend überprüft), die überhaupt nicht rochen, welche, die duftig angenehm rochen und welche die nach altem Fisch rochen und welche, die nach Erde rochen.
Leider liegen die Mikromerkmale aller drei Arten dicht beieinander, ist nicht einfach. Und wenn die Fruchtkörper nicht mehr schön frisch sind und daher die unterscheidenden Makromerkmale verschwimmen, ist es manchmal richtig schwierig - da auch die Mikromerkmale variieren können. Na, ich seh zu, was sich machen lässt...
Inocybe cervicolor ist übrigens keine Varietät von bongardii, sondern sicher eine eigene Art.
Liebe Grüße, Ditte
P.S. das mit dem Geruch von cervicolor auf meiner Website werde ich gleich ändern, bzw. ergänzen, denn die riecht ja auch oft staubig erdig.