Lieber Florian,
E. occultipigmentatum habe ich selber noch nie bestimmt, muss aber auch gestehen, dass ich solche Kollektionen zu selten mitnehme – meistens landet man ja mit der Kombination von bräunlichem Hut, deutlich silbrig überfasertem Stiel und starkem Mehlgeruch bei E. sericeum. Diesen hätte ich daher zunächst mal in Erwägung gezogen, nur müsste da inkrustierendes Pigment vorhanden sein. Wenn du das sicher ausschließen kannst, wäre E. occultipigmentatum wohl eine gute Wahl.
Schöne Grüße
Gernot
Re: Wiesenzeit - die "Problemfälle"
22Lieber Gernot,
danke für den Hinweis, genau bei dem Punkt war ich mir eben unsicher, ob wirklich kein inkrustiertes Pigment vorhanden ist, oder ob ich es einfach nicht finde.
Ich hab von den braunen Rötlingen bisher komplett die Finger gelassen, aber wenn die E. sericeum so häufig ist, dann hab ich vermutlich ganz einfach noch nicht gut genug gesucht. Werd ich mir am Abend noch mal genauer ansehen.
Liebe Grüße
danke für den Hinweis, genau bei dem Punkt war ich mir eben unsicher, ob wirklich kein inkrustiertes Pigment vorhanden ist, oder ob ich es einfach nicht finde.
Ich hab von den braunen Rötlingen bisher komplett die Finger gelassen, aber wenn die E. sericeum so häufig ist, dann hab ich vermutlich ganz einfach noch nicht gut genug gesucht. Werd ich mir am Abend noch mal genauer ansehen.
Liebe Grüße
Re: Wiesenzeit - die "Problemfälle"
23Grüß euch,
wie erwartet habe ich das inkrustierte Pigment einfach nicht gefunden. Bei einem jungen Fruchtkörper hab ich es dann auch ganz deutlich gesehen.
Bei der nächsten Kollektion bin ich mir mal ziemlich sicher... die Merkmale sind ja doch allesamt recht markant
Entoloma henrici
H: bis 50mm, samtig, nicht hygrophan
Standort: extensiv genutzte Schafkoppel
HDS: hymeniderm, aus keuligen Elementen aufgebaut, Pigment intrazellulär
Sporen: (sub-)isodiametrisch, 5-6 eckig
Basidien 2-sporig
weder Cheilozystiden noch Schnallen vorhanden
Liebe Grüße
wie erwartet habe ich das inkrustierte Pigment einfach nicht gefunden. Bei einem jungen Fruchtkörper hab ich es dann auch ganz deutlich gesehen.
Bei der nächsten Kollektion bin ich mir mal ziemlich sicher... die Merkmale sind ja doch allesamt recht markant
Entoloma henrici
H: bis 50mm, samtig, nicht hygrophan
Standort: extensiv genutzte Schafkoppel
HDS: hymeniderm, aus keuligen Elementen aufgebaut, Pigment intrazellulär
Sporen: (sub-)isodiametrisch, 5-6 eckig
Basidien 2-sporig
weder Cheilozystiden noch Schnallen vorhanden
Liebe Grüße
Re: Wiesenzeit - die "Problemfälle"
24Lieber Florian,
gut, dass du das inkrustierende Pigment doch noch finden konntest. Entoloma sericeum wird dir sicher noch öfters begegnen, auch an etwas feuchteren und nährstoffreicheren Standorten.
Gratuliere zu dem Fund von E. henrici, die Art würde ich sehr gerne mal sehen.
Schöne Grüße
Gernot
gut, dass du das inkrustierende Pigment doch noch finden konntest. Entoloma sericeum wird dir sicher noch öfters begegnen, auch an etwas feuchteren und nährstoffreicheren Standorten.
Gratuliere zu dem Fund von E. henrici, die Art würde ich sehr gerne mal sehen.
Schöne Grüße
Gernot
Re: Wiesenzeit - die "Problemfälle"
25nochmals zu
>> Hygrocyybe rigelliae ( ÖZP 24-2015) beschrieben [ > von der Hauspflegerwiese , nach Wiederauffinden der schon vorher etliche Male, so auch von H. Aigner & D. Prelicz 1998 (in GJO als H.radiata)….> siehe den Text der Publikation 2015
Eine Synonymie oder Verwerfung der Art wäre möglich:>
? Verwerfung der Art gem. Internationaler Code der Nomenklatur für Algen, Pilze und Pflanzen
? Synonymisierung gemäß einer Publikation:………. ? mit Typenvergleich
? persönlicher Vergleich des Fundes WU 36532 mit dem Typusmaterial von H.roseascens
? molekulargenetische Untersuchung des Materials im Vergleich mit authentischem roseascens
Material
Ich verweise auf meine Aussagen in Funga Austria, wobei ich nicht die Identität des Gernot –Materials ebenda Stainz , mit unserem , sondern die Ähnlichkeit und denselben Fundort erwähnt habe. Sein junges Ex. ist ungerieft und rötlichbraun.> roseascens
Sein Bild wie auch alle seine anderen Fotos in Funga Austria zeigen meist kleine braun/rosa getönte Fkp. mit weißen Lamellen.> roseascens
Alle, auch wahrscheinlich nicht konspezifische Beschreibungen als H.rigelliae in der Lit. hat Ludwig 2004 (Feddes Rep.) in 7 Seiten ausführlich diskutiert, mit dem Schluss , dass es sich um 2 veschiedene Arten handelt und darauf auch seine Umkombination auf H.rigelliae (Vel.) Ludwig begründet. Somit muß seine Aussage (2012) : “muß zur Zeit als ungeklärtes Taxon angesehen werden“ , zitiert auch in Friebes & al. > Joannea Botanik 16-2019 auf Grund des Artikels in ÖZP 24-2015 als überholt angesehen werden. s.u.
Von dem Fund der Steirer 1998 habe ich das Bild= ident zu unserem, eingesehen.
Dass sie den Pilz zuerst als lacmus, dann als radiata (ss. Boertmann 1995, von Boertmann 2010 als Fehlbestimmung verworfen> bei Nachuntersuchung 4 von 5 ähnlichen Belegen als sp. !!! revidiert, wohl die ihm unbekannte rigelliae, und 1 Beleg roseascens), 2015 von Piltaver als flavipes bestimmt wurde (w.grauen Lamellen?), zeigt dass es sich um einen bläulichgrauen, grauvioletten , nicht ausbleichenden und keinesfalls rosa Pilz gehandelt hat.
Ich stelle in Zweifel, dass generell von jemandem bisher in die Publ. von Velenovsky,( Orginalbeschr.- Kopie in Candusso ) oder Ludwig 2004 Einisicht genommen wurde.
Merkmal A rigelliae B roseascens Beleg WU 36532
Hutfarbe grau,fast violett graubraun-ockerlich-rosa A grau mit violettem Ton
Hutfarbe Exsikkat blaß lila (trocken- Herink) rosalich grau
Hutgröße 2-3cm 0,7-1,6cm A 3-4cm
Hut-Bekleidung glatt, schwach glänzend, dunkler faserig gestreift, Zentrum mit spitzer Warze trocken, filzig-/schuppig A glatt, faserig gestreift, Mitte mit Warze
Hutbeschaffenheit durchscheinend gerieft 0-max 1/2 gerieft A 3/4 gerieft
Stielfarbe graulich weiß, schwach grau, oben rosa hell (creme)graulich
Stieldicke 0,3-0,4 cm 0,1-0,2 cm A 0,4cm
Stielstruktur längsfaserig faserig übersponnen A fein längsrillig
Lamellenfarbe grau fast weiß A grau
Lamellenstruktur nicht anamostisierend, bogig herablaufend, am Grund quergeadert am Grund anastomisierend (?) , mäßig herablaufend A weit herablaufend, am Grund queraderig, nicht anastomisierend, Lamelletten
Fleisch graulich schwach graulich blaß
Sporen 7-8µm 5-7,5x 4-6 5,5-7,5 x 5-6,8
Sporen Qu. 1,0? 1,1-1,25 A 1,05-1,15
Huthaut Struktur Trichoderm (Bon) Kutis-Trichoderm trichodermal
Habitat Eichenwald im Gras moosige Wiesen Auwald A unter Eiche im Gras
Schlußfolgerung: auf der Hauswiese Stainz können wohl beide Arten vorkommen, der Beleg WU36532 kann keinesfalls H.roseascens sein.
Wie in meinem Kommentar in Funga Austria wäre bei (unwahrscheinlicher) Synonymie H.rigelliae der ältere und somit gültige Name.
Liebe Grüße
Wolfgang
>> Hygrocyybe rigelliae ( ÖZP 24-2015) beschrieben [ > von der Hauspflegerwiese , nach Wiederauffinden der schon vorher etliche Male, so auch von H. Aigner & D. Prelicz 1998 (in GJO als H.radiata)….> siehe den Text der Publikation 2015
Eine Synonymie oder Verwerfung der Art wäre möglich:>
? Verwerfung der Art gem. Internationaler Code der Nomenklatur für Algen, Pilze und Pflanzen
? Synonymisierung gemäß einer Publikation:………. ? mit Typenvergleich
? persönlicher Vergleich des Fundes WU 36532 mit dem Typusmaterial von H.roseascens
? molekulargenetische Untersuchung des Materials im Vergleich mit authentischem roseascens
Material
Ich verweise auf meine Aussagen in Funga Austria, wobei ich nicht die Identität des Gernot –Materials ebenda Stainz , mit unserem , sondern die Ähnlichkeit und denselben Fundort erwähnt habe. Sein junges Ex. ist ungerieft und rötlichbraun.> roseascens
Sein Bild wie auch alle seine anderen Fotos in Funga Austria zeigen meist kleine braun/rosa getönte Fkp. mit weißen Lamellen.> roseascens
Alle, auch wahrscheinlich nicht konspezifische Beschreibungen als H.rigelliae in der Lit. hat Ludwig 2004 (Feddes Rep.) in 7 Seiten ausführlich diskutiert, mit dem Schluss , dass es sich um 2 veschiedene Arten handelt und darauf auch seine Umkombination auf H.rigelliae (Vel.) Ludwig begründet. Somit muß seine Aussage (2012) : “muß zur Zeit als ungeklärtes Taxon angesehen werden“ , zitiert auch in Friebes & al. > Joannea Botanik 16-2019 auf Grund des Artikels in ÖZP 24-2015 als überholt angesehen werden. s.u.
Von dem Fund der Steirer 1998 habe ich das Bild= ident zu unserem, eingesehen.
Dass sie den Pilz zuerst als lacmus, dann als radiata (ss. Boertmann 1995, von Boertmann 2010 als Fehlbestimmung verworfen> bei Nachuntersuchung 4 von 5 ähnlichen Belegen als sp. !!! revidiert, wohl die ihm unbekannte rigelliae, und 1 Beleg roseascens), 2015 von Piltaver als flavipes bestimmt wurde (w.grauen Lamellen?), zeigt dass es sich um einen bläulichgrauen, grauvioletten , nicht ausbleichenden und keinesfalls rosa Pilz gehandelt hat.
Ich stelle in Zweifel, dass generell von jemandem bisher in die Publ. von Velenovsky,( Orginalbeschr.- Kopie in Candusso ) oder Ludwig 2004 Einisicht genommen wurde.
Merkmal A rigelliae B roseascens Beleg WU 36532
Hutfarbe grau,fast violett graubraun-ockerlich-rosa A grau mit violettem Ton
Hutfarbe Exsikkat blaß lila (trocken- Herink) rosalich grau
Hutgröße 2-3cm 0,7-1,6cm A 3-4cm
Hut-Bekleidung glatt, schwach glänzend, dunkler faserig gestreift, Zentrum mit spitzer Warze trocken, filzig-/schuppig A glatt, faserig gestreift, Mitte mit Warze
Hutbeschaffenheit durchscheinend gerieft 0-max 1/2 gerieft A 3/4 gerieft
Stielfarbe graulich weiß, schwach grau, oben rosa hell (creme)graulich
Stieldicke 0,3-0,4 cm 0,1-0,2 cm A 0,4cm
Stielstruktur längsfaserig faserig übersponnen A fein längsrillig
Lamellenfarbe grau fast weiß A grau
Lamellenstruktur nicht anamostisierend, bogig herablaufend, am Grund quergeadert am Grund anastomisierend (?) , mäßig herablaufend A weit herablaufend, am Grund queraderig, nicht anastomisierend, Lamelletten
Fleisch graulich schwach graulich blaß
Sporen 7-8µm 5-7,5x 4-6 5,5-7,5 x 5-6,8
Sporen Qu. 1,0? 1,1-1,25 A 1,05-1,15
Huthaut Struktur Trichoderm (Bon) Kutis-Trichoderm trichodermal
Habitat Eichenwald im Gras moosige Wiesen Auwald A unter Eiche im Gras
Schlußfolgerung: auf der Hauswiese Stainz können wohl beide Arten vorkommen, der Beleg WU36532 kann keinesfalls H.roseascens sein.
Wie in meinem Kommentar in Funga Austria wäre bei (unwahrscheinlicher) Synonymie H.rigelliae der ältere und somit gültige Name.
Liebe Grüße
Wolfgang
Re: Wiesenzeit - die "Problemfälle"
26Lieber Wolfgang,
herzlichen Dank für deine weiteren Erläuterungen. Diese kleinen, schuppigen Cuphophyllus-Kollektionen werde ich mir zukünftig wohl noch etwas genauer ansehen müssen.
Gestern hab ich endlich mal wieder etwas Zeit gefunden um mir ein paar Kollektionen anzusehen.
Neben einigen abzusichernden Funden ohne Überaschungen kam noch foldender Rötling unters Mikro. Hier dürfte es sich wohl um E. atrocoeruleum handeln.
Standort: 520m, Mähwiese auf Kalkschotter, in Gesellschaft von E. bloxamii, N. ingrata...
Hut bis 30mm, Stiel bis ~60mm
Geruch und Geschmack unauffällig
HDS: trichoderm, zum Rand in cutis übergehend, relativ kurze, dicke Endzellen, Pigment intrazellulär, teils als Granula, teils gelöst
Sporen: 4-6(7)-eckig, eher unregelmäßig
Basidien (2)4-sporig, keine Schnallen
Schneiden fertil
Beste Grüße
herzlichen Dank für deine weiteren Erläuterungen. Diese kleinen, schuppigen Cuphophyllus-Kollektionen werde ich mir zukünftig wohl noch etwas genauer ansehen müssen.
Gestern hab ich endlich mal wieder etwas Zeit gefunden um mir ein paar Kollektionen anzusehen.
Neben einigen abzusichernden Funden ohne Überaschungen kam noch foldender Rötling unters Mikro. Hier dürfte es sich wohl um E. atrocoeruleum handeln.
Standort: 520m, Mähwiese auf Kalkschotter, in Gesellschaft von E. bloxamii, N. ingrata...
Hut bis 30mm, Stiel bis ~60mm
Geruch und Geschmack unauffällig
HDS: trichoderm, zum Rand in cutis übergehend, relativ kurze, dicke Endzellen, Pigment intrazellulär, teils als Granula, teils gelöst
Sporen: 4-6(7)-eckig, eher unregelmäßig
Basidien (2)4-sporig, keine Schnallen
Schneiden fertil
Beste Grüße
Re: Wiesenzeit - die "Problemfälle"
27Lieber Gernot,
sehr fein, das Foto passt gut auf E. atrocoeruleum.
LG
Irmgard
sehr fein, das Foto passt gut auf E. atrocoeruleum.
LG
Irmgard